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| subject: | Salon im Net Ausgabe 11 |
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## Nachricht weitergeleitet / Mail forwarded (Datum/Date): 18.05.04
## Ersteller / Origin: ilona.duerkop{at}laostagebuch.net
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Salon im Net
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Ausgabe Nr. 11 20. Mai 2004
Druck-Information: Dieser Newsletter hat 8 Seiten
1. Neues im Salon
2. Neues im Laos Tagebuch
3. Thema: Schwarzfahrer eine Erzaehlung von Heike Kunert
4. Thema: Wohin fluechten, vor den Bildern der letzten Wochen?
5. Link zu Vientiane Times (engl.)
6. Literaturquiz
7. Die Netwanderin Ilona Duerkop stellt vor
8. Autobiographisches
9. Diesmal an dieser Stelle eine Literaturempfehlung von mir10.
Leserbriefe
11. Deine Homepage
12. Das Gedicht zum Schluss
von E.E. Cummings; meine freundin
Impressum
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1. Neues im Salon
Gedichte von Ilona Duerkop finden sich im Salon.Am Ende des Gedichts aeDies
ist ein Gedicht fuer dich meine Liebe“,
gibt es mehrere Links zu von mir Gedichten.
http://www.laostagebuch.net/salon.html
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2. Neues im Laos Tagebuch
Im Laos Tagebuch gibt es eine neue Galerie, mit 28 Bildern aus Laos.
Die neue Ausstellung hat den Themenschwerpunkt: Menschen in Laos.
http://www.laostagebuch.net/galerie.html{at} {at} {at} {at} {at} {at} {at} {at} {at}
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3. Thema: Schwarzfahrer eine Erzaehlung von Heike Kunert
Auszug der Erzaehlung aus Adda Diekmann's Blogg:
“Wisch dir die Traenen aus dem Gesicht und lass dir ein Bad ein. Wisch
dir
die Traenen aus dem Gesicht! Es ist nur ein Spiel. Stell dir keine Frage
n,
nur weil du heute wieder der Verlierer warst. Und dann mach dir eine heiss
e
Schokolade, denn die hilft. Aber du musst sie geniessen wie eine
Elfjaehrige. Nichts heilt so sehr wie der Geschmack der Kindheit. Es gib
t
keine Regeln. Manche fahren mit, und manche bleiben eben zurueck. So wie
du
das jeden Tag forderst.
Vielleicht treffe ich bald wieder einen, der mir gefaellt. Kommt immer
darauf an, wo man eingeteilt wird. Wenn ich Glueck habe, bin ich in derU2
unterwegs. Das ist meine Lieblingslinie. Am schlimmsten ist in der U8;
kaum auszuhalten, wenn die am Nachmittag voll ist. Ich bin da schon
eingestiegen, ohne meine Arbeit zu verrichten. Ich habe in die Gesichter
all dieser traurigen Gestalten geblickt und konnte es nicht sagen. Ich
habe mich einfach an die Tuer gelehnt und bin am Hermannplatz ausgestieg
en.
In meinem Abteil waren mindestens vier Schwarzfahrer; da bin ich mir
ziemlich sicher. Nach 18 Jahren Berufserfahrung kann einem niemand mehr
was vormachen. Aber ich konnte es nicht sagen; konnte nicht sagen aeGute
n
Tag, ihre Fahrausweise bitte!“. Das kam mir einfach nicht ueber die Li
ppen.
Ich dachte mir, lass sie doch. Heute ist sowieso so ein trueber Tag. Als
o,
lass sie gefaelligst in Ruhe! Gestern habe ich einen gesehen, der hat s
eine
Kuendigung gelesen oder viel besser: einfach nur draufgestarrt. Als ob s
ie
sich ins Gegenteil verkehren koennte. Er stieg im Senefelderplatz ein un
d
sass bis zur Endstation zusammengesackt auf seinem Platz. Dann kam jeman
d
von der Aufsicht. aeHallo?“ bruellte er ins Abteil. aeSie muessen a
ussteigen!
Hier ist Endstation.“ Dabei war er schon ausgestiegen. Aber was wussteder
Uniformierte schon? Von Endstationen.
Zum Wohl, du zerflossenes Spiegelbild! Dachtest du allen Ernstes, dass er
kommen wuerde? Er hatte schoene Haende. Die sind mir zuerst aufgefalle
n, als
er sich an seiner Geldboerse zu schaffen machte, um mir weismachen zu
wollen, er haette sie irgendwo, die verdammte Fahrkarte. Mein Leben hae
tte
sicher nicht Platz gehabt in seinen schoenen Haenden. Aber dieser Abend
.
Dieser Abend schon. Und dann? Zum Schluss bleibt immer die Badewanne.
Einsteigen, bitte! Zurueckleiben, Bitte! Achten Sie auf die Seifenblasen
!
In der Badewanne ist das ganz einfach – aber draussen? Kaum geht man d
urch
die Tuer, macht einen die Welt zum Zwerg.“
(Heike Kunert gibt mit dieser Erzaehlung ihr literarisches Debuet –
Auszugende)
Ada Diekmann: Eine die weiss das nichts so sehr heilt wie der Geschmackder
Kindheit, die kennt sich auch im weiteren Leben verdammt gut aus. Fuer s
o
Eine bedeutet Beobachten nicht gaffen sondern lernen. Ich moechte Heike
Kunert begleiten wenn sie durch die Strassen unsere Leben geht, lebt und
zuschaut – so Eine hat mir vielleicht was zu sagen, das ich noch nicht
weiss. Etwas ueber das ich nachdenken kann. Zum Beispiel darueber, obman
seine Umlaufbahn wirklich nicht verlassen kann.
Ich hoffe dies bleibt nicht die einzige Erzaehlung von ihr die mir unter
die Augen geraet und mich ahnen laesst, das Heike Kunert so schreibt –
wie
ich es gerne taete –
Seit Februar 2004 schreibt Ada Diekmann ihr Blogg fuer den Salon im Net.
http://adadiekmann.blogg.de
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4. Thema: Wohin fluechten, vor den Bildern der letzten Wochen?
Viele E-Mail's die mich in den letzten Wochen von Freunden und Bekannte
n
erreichten, enthielten das Beduerfnis vor den Bildern dieser Tage zu
fluechten. Ein Gefuehl der Machtlosigkeit macht sich breit. Im Kern gin
g es
darum, dass sich die Bilder ungewollt immer wieder in unser Leben
einschleichen. Man sieht sie in der Strassenbahn, die Titelseite der
Zeitung, die der Nachbar vor seinem Gesicht ausbreitet. Im Fernsehen
waehrend der Nachrichten. Am Kiosk.
Es geht nicht darum sich vor der Welt zu verkriechen und das was geschieh
t
auf Dauer ausblenden zu wollen. Die berechtigte Frage war oft, wie bekomm
e
ich sie fuer kurze Zeit aus meinem Kopf?
Waehrend der Anwort-E-Mails kam mir auch ein einfacher Rat in den Sinn:
aeUnd wir – Wohin fluechten wir in diesen Tagen, vor den Bildern dieuns
verfolgen?
Vorlesen, wer kein eigens Kind hat leiht sich eins!“
http://www.stiftunglesen.de
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5. Link Vientiane Times (engl.)
http://www.vientianetimes.gov.la
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6. Literaturquiz
Die gesuchte Erzaehlung beginnt mit den folgenden Worten:
aeVerzeih mir ich kann nicht lauter sprechen
Verzeih mir, ich kann nicht lauter sprechen.
Ich weiss nicht, wann du mich hoeren wirst, du, zu dem ich rede.
Und wirst du mich ueberhaupt hoeren?
Mein Name ist Hor.
Ich bitte dich, lege dein Ohr dicht an meinen Mund, wie fern du mir auch
sein magst, jetzt noch oder immer. Anders kann ich mich dir nicht
verstaendlich machen. Und selbst wenn du dich herbeilassen wirst, meine
Bitte zu erfuellen, es wird genuegend Verschwiegenes bleiben, was du au
s dir
ergaenzen musst. Ich brauche deine Stimme, wo meine versagt.
Diese Schwaeche erklaert sich vielleicht aus der Art, wie Hor haust. Er
bewohnt naemlich, soweit er sich zuruecksinnen kann, ein riesenhaftes,
vollkommen leeres Gebaeude, in welchem jedes laut gesprochene Wort ein
schier nicht mehr endendes Echo ausloest.
Soweit ich mich zurueckbesinnen kann. Was will das besagen?
Auf seinen taeglichen Wanderungen durch die Saele und Korridore begegne
t Hor
mitunter noch immer einem umherirrenden Nachhall irgendeines Rufes, den e
r
vor Zeiten unbedacht ausgestossen hat. Es bereitet ihm grosse Pein, auf
diese Weise mit seiner Vergangenheit zusammenzutreffen, zumal das damals
entflohene Wort inzwischen Form und Gehalt bis zur Unkenntlichkeit
eingebuesst hat. Diesem idiotischen Gelall setzt Hor sich nun nicht meh
r
aus.
Er hat sich daran gewoehnt, seine Stimme wenn ueberhaupt nur unter
halb
jener schwankenden Grenze zu gebrauchen, von der an sie ein Echo erzeugen
koennte. Diese Grenze liegt nur wenig ueber der voelligen Stille, denn
dieses
Haus ist auf grausame Art hellhoerig.
Ich weiss dass ich viel verlange, aber du wirst sogar den Atem anhalten
muessen, falls dir daran liegt, Hors Worte zu vernehmen. Seine Sprachorg
ane
sind durch das viele Verschweigen geschwunden sie haben sich umgebildet
.
Hor wird nicht mit groesserer Deutlichkeit zu dir reden koennen, als s
ie
jenen Stimmen eigen ist, die du kurz vor dem Einschlafen hoerst. Und du
wirst auf dem schmalen Grad zwischen Schlafen und Wachen das Gleichgewich
t
halten muessen oder schweben wie die, denen oben und unten das gleiche
bedeutet.
Mein Name ist Hor.
Besser waere es zu sagen: Ich nenne mich Hor.Denn wer ausser mir selbst ruft
mich bei meinem Namen?“
Wer ist der Autor/In dieser Erzaehlung?
Loesungen mit dem Betreff: aeLiteraturquiz: Salon im Net Ausgabe 11“
an ilona.duerkop{at}laostagebuch.net
Die erste richtige Einsendung erhaelt eine Postkarte aus Laos.Die Anschrift
des oder der Abonnentin erfrage ich im Gewinnfall per
E-Mail. Die Postanschrift wird von mir nicht weiter gegeben an Dritte.
Aufloesung! Literaturquiz Salon im Net Ausgabe 10:
Ben Okri: Die hungrige Strasse; Roman, dtv 1995
Diesmal gab es leider keine richtige Einsendung.{at} {at} {at} {at} {at} {at} {at}
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7. Die Netwanderin Ilona Duerkop stellt vor:
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Jim Thompson had developed a certain fondness for the Tailand and its
people. He began to seriously contemplate settling down and going into
business in Thailand. He foresaw a promising future for the country and
wanted to be a part of this process. He decided that upon leaving the
service, he would return and take up residence in Thailand permanently.
In den sechziger Jahren machte sich Jim Thompson zu einem Abendspaziergan
g
in den Cammerun Highland von Malysia auf und kehrte nicht mehr zurueck.
Er hat in Bangkok an einem Klong ein Thaihaus hinterlassen, welches nur
noch selten zu sehen ist.
Sein Haus ist inzwischen ein Museum und wer nach Bangkok kommt sollte sic
h
die Zeit unbedlingt nehmen.
Trotz meiner vielen Bangkokreisen in den letzten sieben Jahren, habe ich
es erst in diesem Jahr geschafft sein Haus zu besuchen, derVorurteile
wegen, ich haette es viel frueher besuchen sollen!
Ganz sicher werde ich bei der naechsten Bangkokreise sein Haus wieder
besuchen.
http://www.jimthompsonhouse.com/life/index.html- - - - - - - - - - - - - -
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aetage-bau.de" ist ein literarisches Online-Tagebuch, an dem zur Zeit ru
nd
40 registrierte Autoren und Autorinnen aus mehreren Laendern teilnehmen.
http://www.berlinerzimmer.de/tagebau/default.shtml
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Hans Hendriksen und seine Bilder aus Laos.Sehr schoene Eindruecke finden
sich auf dieser Laos Seite.
http://www.hanshendriksen.net/laosgallery.htm- - - - - - - - - - - - - - -
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Scroll down to the bottom of this page to see images of those paintings b
y
Vettriano that have been published as posters and cards.
Poster von Jack Vettriano, ein Kuenstler dessen Bilder ich sehr gerne ma
g.
Sein erstes Bild entdeckte ich vor zwei Jahren in einem Bonner Cafe.
http://www.portlandgallery.com/index.php?page=jackvettriano_posters- - - -
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8. Autobiographisches
Zur Zeit liegen mir keine neue Fragen per E-Mail vor.
Wisst ihr schon alles ueber mich? Das glaube ich nicht! (big smile!!)
Fragen, bitte mit dem Betreff aeAutobiografisches“ an
ilona.duerkop{at}laostagebuch.net
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9. Literaturempfehlung diesmal von mir:
Fuer dieses Buch hatte ich die beste Empfehlung die eine Leserin nur hab
en
kann:
Eine Freundin hat mir dieses Buch ans Herz gelegt!
Eliot Pattison: Der fremde Tibeter, Roman erschienen im Aufbau
Taschenbuchverlag, 12. Auflage 2003; Copyright 1999 by Eliot Pattison; 10
€
Niemand – nicht einmal Shan selbst – weiss, warum er eines Tagen inUngande
fiel und aus Peking nach Tibet verbannt wurde. Zusammen mit tibetischen
Moenchen muss er Strassen bauen – bis an einem heiligen Berg eine Le
iche
gefunden wird. Die Identifizierung gestaltet sich schwierig – fein
saeuberlich wurde dem Toten der Kopf abgetrennt. Shan, ein ehemaliger
Polizist, wird von seinen Pflichten im Arbeitslager entbunden. Er soll
rasch einen Schuldigen finden, bevor eine amerikanische Delegation ins
Land kommt und bevor die Unruhe unter den Tibetern sich in einem Aufstand
entlaedt. Als die chinesische Polizei einen alten Moench als Taeter
praesentiert, wird Shan misstrauisch. Jeder weiss, dass der Moench sch
uldig
sein kann.
Zusammen mit einem jungen Tibeter macht Shan sich in den gefaehrlichen
Bergen Tibets auf die Suche nach der Wahrheit.
Elliot Pattison hat seine Recherchen gewissenhaft durchgefuehrt und man
erfaehrt viel ueber die gegenwaertige Situation Tibets. Er bezieht pol
itisch
Stellung ohne Aufdringlich zu sein, dies macht sein Buch gleichsam neben
der Handlung zu einem sehr lesenswerten Buch.
Im naechsten Newsletter, wie gewohnt an dieser Stelle, wieder eine
Literaturempfehlung von Perke!
http://www.literatursturz.de
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10. Leserbriefe
Der letzte Newsletter hat zu lange auf sich warten lassen. Zwischen der
Ausgabe Salon im Net Nr. 09 und der Ausgabe 10, liegen 6 Monate! Diese
lange Pause wird es in Zukunft nicht mehr geben – ein Versprechen.
Wegen dieser langen Pause hat es auch keine Leserbriefe gegeben.
Wozu einen Leserbrief schreiben, wenn man Monate auf eine Antwort warten
muss?
Ich verstehe das voellig!
Der naechste Newsletter kommt schneller!
Statistik ist kein Ersatz fuer die Meinungen und Kommentare der
Abonnenten/Innen!
Statistik ist auch kein Ersatz fuer Reaktionen auf meine Laos Tagebuch
Seiten und die Seiten des Salons!
Schickt mir eure Lesermails zahlreich – das motiviert!
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Ich freue mich ueber jedes Wort das an mich gerichtet ist.Auch sind mir die
Gedanken und Meinungen meiner Leser und Leserinnen sehr
wichtig und stets willkommen!
Wer schweigt, den kann ich nicht hoeren! Schreib an:
ilona.duerkop{at}laostagebuch.net
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11. Deine Homepage
Hier koennt ihr eure Homepage vorstellen, und die Abonnenten des
Newsletters Salon im Net, auf eure Seite einladen. Der Salon im Net hat
zur Zeit 121 Abonnenten.
Herzlich Willkommen den Neuen Abonnenten!
ilona.duerkop{at}laostagebuch.net
Mit dem Betreff: Meine Homepage
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12. Das Gedicht zum Schluss
von E. E. Cummings
meine freundin
dein haar ist ein koenigreich
in dem die dunkelheit herrscht.
deine stirn eine blumenflucht
dein haupt ist ein lebendiger wald
voll schlafender voegel
deine brueste sind bienenschwaerme
auf dem ast deines leibes
dein leib ist mein april
in dessen achseln der lenz naht
deine schenkel sind ein gespann von schimmeln
an den wagen von koenigen
sind der harfenschlag des spielmanns
zwischen ihnen ist stets ein liebliches lied
meine freundin
dein haupt ist ein kaestchen
fuer das kuehle juwel deines geistes
das haar deines hauptes ist ein krieger
der kein unterliegen kennt
das haar auf deinen schultern ist ein heer
mit triumph und trompetenschall
deine beine sind baeume des traumes
deren frucht die vergessenheit naehrt
deine lippen satrapen in purpur
in deren kuss die paarung von koenigen liegt
deine handgelenke
sind heilig
weil sie tuerhueter sind deines blutes
die fuesse an deinen knoecheln sind blumen
in silbernen vasen
in deiner schoenheit lebt die zwiespalt von floeten
deine augen verraten glocken
die man durch weihrauch vernimmt
(Aus der ersten Ausgabe von 1958; Uebersetzung von Eva Hesse;
7. Tausend der Gesamtauflage 1998; Verlag Langewiesche-Brandt)
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Impressum
Herausgeberin und Chefredakteurin
Ilona Duerkop
P.O. Box 24 55
Vientiane
Laos P.D.R.
Sued Ost Asien
Tel.: 00856 21 314 327
E- Mail: ilona.duerkop{at}laostagebuch.net
http://www.laostagebuch.net/salon.html
http://www.laostagebuch.net
{at} {at} {at} {at} {at} {at} {at} Newsletter: aeSalon im Net“ ENDE {at} {at}
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--- CrossPoint v3.20 R
* Origin: (2:249/3110.5)SEEN-BY: 633/267 270 @PATH: 249/3110 2432/200 774/605 123/500 106/2000 633/267 |
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