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| subject: | Duden-Newsletter vom 18. Oktober 2004 |
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aus dem Echo : private Mail
Originalabsender : duden-newsletter{at}lists.duden.de
Originaldatum : 18.10.04
Orignalempfaenger :
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+++ Duden-Sprachberatung +++
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Liebe Leserin, lieber Leser,
"Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben", lautet eineZeile
in einem Gedicht ber den Herbst von Rainer Maria Rilke.Es empfiehlt sich
also, diese Jahreszeit besser zu zweit zuverbringen. Oder vielleicht doch
eher "zu zweien"? Wir kl„rendiese Frage in der ersten Rubrik.
Ob nun allein oder zu zweit, zu dritt etc., die sch”nen Seitendes Herbstes
lassen sich am besten bei strahlendem Sonnenscheingenieáen. In Verbindung
mit sonnigem, warmem Herbstwetter h”rtman immer wieder die Begriffe
"Altweibersommer" oder neuerdingsauch "Indian Summer".
Wir sind diesen Bezeichnungen einmal aufden Grund gegangen.
Vielleicht m”chten Sie die Herbstabende auch wieder einmal dazunutzen,
lange Briefe zu schreiben - wie brigens auch ineingangs erw„hntem Gedicht
vorgeschlagen. Damit die Briefe abernicht z u lang geraten, haben wir
noch einige Tipps zurVerwendung von Fllw”rtern fr Sie nachgeschlagen.
Viel Spaá beim Lesen wnscht Ihnen
Ihre Duden-Sprachberatung
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H„tten Sie's gewusst?
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zu zweien/zu zweit
Im Dativ, in dem bei substantivischem Gebrauch alle Zahlw”rtervon zwei bis
zw”lf gebeugt werden k”nnen, werden neben denregelm„áigen Formen auf -en
"zu zweien", "zu dreien", "zu vieren"usw.
h„ufiger auch die indeklinablen Formen auf -t "zu zweit","zu
dritt", "zu viert" usw. gebraucht.
Beide Formen unterscheiden sich auch h„ufig in der Bedeutung:Die Formen auf
"-t" geben immer eine ganze Anzahl an ("Wir sindzu dritt in
Urlaub gefahren." "Sie saáen zu sechst in dem kleinenAuto"),
w„hrend die Formen auf "-en" oft - besonders dann, wennes sich um
niedrige Zahlenangaben handelt - die Art derGruppierung betonen: "Die
Schler gingen zu zweien (= je zwei undzwei) ber die Straáe."
"Sie fassten sich an den H„nden und gingenimmer zu dreien (= je drei
und drei) die Treppe hinauf."
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Was Sie schon immer wissen wollten
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Altweibersommer und Indian Summer
Der so genannte "Altweibersommer", also sonnige, warme Tage
imSeptember und Oktober, hat seinen Namen den in der Luft
schwebendenSpinnf„den zu verdanken, die in dieser Zeit besonders gut
zuerkennen sind. Durch den Tau, der sich nach den schon sehr khlenN„chten
bildet, glitzern die F„den im Sonnenlicht und erinnern soan graue oder
weiáe Haare alter Frauen. Allgemein verbreitet istbrigens auch die
Vorstellung, dass die F„den den Menschen, andenen sie h„ngen bleiben, Glck
bringen.
Der "Indian Summer" tritt fast zur gleichen Zeit auf wie
derAltweibersommer. Haupts„chlich bezeichnet er die
herbstlicheSch”nwetterperiode nach dem ersten Frost im Norden der USA,
wirdmittlerweile aber auch auf andere Staaten und Regionen bertragen.Sein
Hauptkennzeichen sind jedoch nicht die Spinnf„den, sonderndie pr„chtigen
F„rbungen der verschiedenen Laubb„ume, wenngleichder Begriff ursprnglich
wohl nichts mit der Laubf„rbung zu tunhatte. Eine Vermutung, warum diese
Zeit gerade "indianischer Sommer"heiát, bezieht sich darauf, dass
das sch”ne, warme Wetter fr dieIndianer noch einmal eine gute Gelegenheit
bot, auf Kriegspfad zugehen. Eine andere Theorie besagt, dass die Indianer
dieSch”nwetterperiode als spezielles Geschenk einer ihrer
wichtigstenGottheiten ansahen.
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Fr Sie nachgeschlagen
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Sind Fllw”rter grunds„tzlich abzulehnen?
"Na, wie gehts Ihnen denn so? Ich hab Sie ja doch lange nicht mehrgesehen."
Tagt„glich spricht und h”rt man solche S„tze. Hier k”nnte man
aberverzichten auf: na, denn, so, ja, doch. Das Urteil ber diesekleinen
Einschiebsel f„llt daher manchmal nicht freundlich aus.Fllw”rter und
Flickw”rter nennt man sie, denn die Mitteilung k„mebequem auch ohne sie
aus. Die Frage ist nur, ob es stets auf die"nackte" Nachricht
ankommt.
Es haben sich daher auch Stimmen fr diese W”rter erhoben. Sie gebenn„mlich
der Rede Wrze, indem sie der schalen Mitteilung - um im Bildzu bleiben -
je nachdem eine Prise Ungeduld, Unsicherheit, Mitgefhl,Misstrauen,
entschiedene Zustimmung oder Ablehnung beimengen, undsie verraten, wie
jemand innerlich zu einer Sache steht. In derSprachwissenschaft spricht man
daher von Modal- oderAbt”nungspartikeln.
Warum sagst du denn nichts?
Wie lange soll ich denn eigentlich warten?
Ich bin doch wohl hier richtig?
Es ist nun mal so.
Nun, das ist es ja eben gerade!
Ich bin gerade noch mal davongekommen.
Du bist doch nicht etwa krank?
Das kommt ja berhaupt nicht in Frage!
Die Kunst besteht hier wie beim Kochen darin, mit Fingerspitzengefhldie
richtige Menge der Wrze zu treffen. Sobald man die Gespr„chsebeneverl„sst,
gilt es, vorsichtig mit diesen W”rtern umzugehen. Am bestenhebt man sie
sich fr jene Stellen auf, wo die innere Anteilnahmezutage tritt, wo man
die Aussage abt”nen m”chte oder wo Vorsicht undH”flichkeit erfordern, das
Anliegen etwas einzukleiden.
Aus: Duden - Briefe gut und richtig schreiben. Mannheim 2002.
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